01. Februar 2022 - Konstantin Demeter

Schöne neue Schule

Liebe Leserinnen und Leser, seit Beginn des globalen Corona-Coups machen mir die Kinder am meisten Sorgen. Für sie sind die gegenwärtigen dystopischen Erfahrungen am prägendsten und sie tragen die langfristigsten Folgen. Diese grösstenteils traumatisierten Kinder sind die Zukunft. Regelmässig bin ich deshalb schockiert, wie die Kleinsten momentan misshandelt werden.

So zum Beispiel beim Ansehen des kürzlich ausgestrahlten Spiegel-Berichts «Schule im Pandemiemodus: ‹Es wird in Kauf genommen, dass die Kinder sich anstecken›». Darin wird der gegenwärtige Alltag in der Hinrich-Wolff-Grundschule in Bergen mit 260 Kindern gezeigt. In diesem Schuljahr hatten 50 davon ein positives Testergebnis – pardon, «haben sich mit dem Coronavirus angesteckt».

Das Personal wird knapp an der Schule, erfahren wir im Bericht, denn drei Lehrer fehlen «wegen Krankheit». Ausserdem ist eine Klassenlehrerin schwanger und darf sich laut Behörden nicht im selben Raum mit den Schülern aufhalten. Da sich die Schule ihren Ausfall nicht leisten kann, unterrichtet sie «digital» alleine von einem abgelegenen Büro aus. Im Klassenzimmer hängt ein grosser Bildschirm an der Wand, worauf die Lehrerin zu sehen ist – maskiert! Wie auch alle täglich getesteten Schüler.

Die «von der Politik versprochenen Luftfilter» gibt es laut dem Bericht immer noch nicht. Um das genoppte C-Monster zu vertreiben, werden deshalb im vorgegebenen Takt eines Weckers die Fenster geöffnet. Wegen der Kälte gehören Decken inzwischen zum Inventar jedes Klasseraums. Doch die Kinder freut zumindest, dass sie bei geöffneten Fenstern für einige Minuten die Maske abziehen dürfen. Fazit einer Schülerin: «Corona ist voll blöd».

Beängstigend finde ich die Aussage der Schulleiterin, die bezeichnenderweise auch zum Titel des Spiegel-Berichts führte. Aufgrund der hohen Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen glaube sie, dass man eine Ansteckung der Kinder billigend in Kauf nehme. Bei dieser Massnahmen-Überlast stelle ich mir dabei so viele Fragen, dass ich sie Ihnen überlassen muss.

Dass die Schulleiterin dem offiziellen Narrativ völlig verfallen ist, zeigt sich auch, als ein Elternteil anruft, um sein Kind krank zu melden: «Der ist normal krank, oder…? Alles klar, Sie machen trotzdem den Test, für alle Fälle…», empfiehlt die Schulleiterin. Es gibt also normale Krankheiten und das ominöse «C».

Die Schule drillt, doch die neue aseptische Schule erzeugt wahre Roboter. Anerkennend heisst es im Bericht, die Kinder hätten sich «an den Pandemiemodus mit all seinen Regeln gewöhnt. Maske auf, Hände waschen, Abstand halten: all das absolvieren die Kinder routiniert». Viele würden sich gar nicht mehr an eine Schulzeit ohne Corona-Massnahmen erinnern. Was bleibe, sei die Angst um ihre Angehörigen.

Und die geäusserte Angst der Kinder ist vermutlich auch das Schlimmste in dem Bericht. Sie haben alle Angst, dass sich die Mama oder der Opa anstecken könnten. Auftrag erfüllt.

Wenn dann Eltern ihre Kinder von diesem Hygiene-Wahnsinn fernhalten wollen und eine eigene Schule organisieren, kann es schon mal vorkommen, dass ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die «illegale Schule» stürmt. Das ist konsequent, denn es sind ja Terroristen, die masken-, distanzierungs-, test- und genbrühelos ein Killer-Virus umherhusten.

Doch es gibt auch gute Nachrichten zum Thema Bildung. So dürfen zum Beispiel massnahmenkritische Eltern im Kanton Bern ihre Kinder künftig zu Hause unterrichten – wahrscheinlich dank der Kinderrechtserklärung von Bellinzona. Hoffentlich macht das Beispiel Schule.

Herzlich

Konstantin Demeter

1 0

Newsletter

Beiträge

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - TransitionTV

Netiquette

Die Kommentare dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Wir handhaben die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.