08. Mai 2022 - Lars Ebert 1

Die Kindheit ist politisch

Eine Bekannte erzählte, sie habe sich auf einem Event mit Corona angesteckt – ohne es zu wissen. Sie habe sich nach dem Event jeden Tag getestet, immer negativ. Inzwischen wisse sie, dass sie alle ihre Kontaktpersonen in den Folgetagen angesteckt habe. Dann sei sie krank geworden und der Test positiv.

Meine Frage nach der Impfung bejahte sie, sie sei geboostert. Daraufhin konnte ich mir eine kritische Bemerkung zur Sinnhaftigkeit von Impfung und Test nicht verkneifen. Wie ist wohl die Antwort darauf ausgefallen? Richtig: «Wenn ich nicht geimpft gewesen wäre, wäre alles viel schlimmer verlaufen!». Und diese Geschichte ist kein Einzelfall.

Ich musste unwillkürlich daran denken, dass der Aderlass über Jahrhunderte die Therapie der Wahl war, bei praktisch allen Krankheiten. Und wenn ein Mensch nach Abzapfen von mehreren Litern Blut blass und entkräftet gestorben ist – dann ist er trotz Aderlass gestorben.

Nun ist es so, dass ich viele hoch intelligente Menschen kenne, die dem offiziellen Corona–Narrativ brav folgen, das ist offenbar keine Sache der Intelligenz. Aber woran liegt es, das muss doch einen Grund geben?

Ja, das hat einen Grund. Und der liegt vielleicht in der Kindheit. Ich lese gerade das Buch «Die Kindheit ist politisch» von Sven Fuchs. Hauptaussage des Buches ist: Alle Diktatoren und Bösewichter der Welt hatten eine traumatische Kindheit. Ihnen fehlte Geborgenheit und Liebe, sie wurden geschlagen und unterdrückt. (Der Umkehrschluss gilt natürlich nicht: Es gibt jede Menge «normale» Menschen, die eine problematische Kindheit hatten.)

Und Sven Fuchs geht noch weiter, er beschäftigte sich mit den Unterstützern von Diktaturen in der Bevölkerung, zum Beispiel den Soldaten. Auch hier stellte er eine Korrelation fest: Eine liebevolle, unterstützende Erziehung führt zu liebevollen, unterstützenden und selbstständig denkenden Menschen.

Menschen, deren Selbstwertgefühl nicht von der Bestätigung durch eine Autorität abhängt – welche sie durch Gehorsam zu erlangen trachten. Der Gehorsam, mit dem die Mehrheit sich zum Beispiel einen Lappen ins Gesicht hängt, erschreckt mich.

Hitler hat das Buch «Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind» von Johanna Haarer propagiert, es wurde ein Bestseller. Heute wissen wir, dass die frühe Bindung zwischen Mutter und Kind entscheidend für eine gute Entwicklung und Gesundheit des Kindes bis ins Erwachsenenalter ist.

Und genau diese Bindung – sogar Augenkontakt – wurde von Haarer als «Affenliebe» abgelehnt. Aus Sicht von Hitler machte das Sinn: Unsicher gebundene Menschen sind gehorsamer und folgsamer, also «bessere» Soldaten.

Das Problem: Erziehungsgewohnheiten ändern sich nicht plötzlich, das ist ein langer Prozess. Insgesamt gab es hier in den letzten Jahrzehnten Fortschritte. In Deutschland sind seit dem Jahr 2000 «Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen» unzulässig.

Ich bilde mir auch ein, dass – trotz oben geschilderter Beobachtungen – blinder Gehorsam gegenüber Autoritäten abgenommen hat. 2019 war das Jahr der Demokratiebewegungen und Revolten.

Die Herrscher der Welt kämpfen seitdem mit härteren Bandagen, um weiterhin den Gehorsam der Menschen sicherzustellen. Aber meine Voraussage ist: Das Erwachsenwerden der Menschheit kann man nicht noch weitere Jahrzehnte verhindern.

Ein deutliches Zeichen dafür: Die Medienrevolution. Immer mehr Menschen wandern von den Konzernmedien ab und wenden sich Alternativmedien zu – wie auch Transition News. Dafür bedanken wir uns herzlich – und ganz besonders bei den vielen hilfsbereiten Spendern! Ohne Euch wäre unsere Arbeit nicht möglich!

Herzlich

Ihr Lars Ebert

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1 Kommentar zu “Die Kindheit ist politisch”

  • pmallm sagt:

    Neus Transplantationsgesetz:
    Das läuft nun in der Schweiz wohl ähnlich ab wie in der BRD. Sehr bedenklich das staatl. Vorgehen - die zentrale staatliche ,,Spenderdatenbank'' öffnet Tür & Tor für Manipulation, denn wir wissen aus der Vergangenheit, daß es in der Behördenwelt-IT keine wirkliche Datensicherheit gibt. Ich sehe hier ein Mißbrauchsistrument. Die kritischen stimmen zum Hirntod sind berechtigt, dieser wurde in der BRD extra für das Transplantationsbegehren d. Staates geschaffen!

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