27. März 2022 - Ole Skambraks

Der taumelnde Kontinent

Krieg, politische Verblendung und Massenhysterie gepaart mit rasant steigenden Energiepreisen und Nahrungsmittelknappheit sind keine guten Zutaten für eine angenehme Zukunft – zumindest für die allermeisten von uns.

Momentan ist der Schein des Alltags noch nicht allzu sehr gestört. Die meisten von uns können vor dem drohenden Kollaps noch erfolgreich die Augen verschliessen, ausser sie betanken vielleicht gerade ihr Auto. Andere spüren ein beklemmendes Gefühl der Ohnmacht. Was ausrichten in diesem multiplen Chaos als einzelne Person?



Dieser Tage muss ich oft an die Vorwehen des Ersten Weltkriegs denken,
die der Historiker Philipp Blom in seinem Buch «Der taumelnde Kontinent, Europa 1900–1914» eindringlich beschrieben hat:

Damals wie heute waren tägliche Gespräche und Presseartikel dominiert von neuen Technologien, von der Globalisierung, von Terrorismus, neuen Formen der Kommunikation und den Veränderungen im Sozialgefüge; damals wie heute waren die Menschen überwältigt von dem Gefühl, dass sie in einer sich beschleunigenden Welt lebten, die ins Unbekannte raste.
[...]
Es ist wohl kaum übertrieben zu sagen, dass alles, was im 20. Jahrhundert wichtig werden sollte – von der Quantenphysik bis zur Frauenrechtsbewegung, von abstrakter Kunst bis zur Genetik, von Kommunismus und Faschismus bis zur Konsumgesellschaft, vom industrialisierten Mord bis zur Macht der Medien –, zwischen 1900 und 1914 erstmals seine Massenwirkung entfaltete oder sogar erfunden wurde. In all diesen Bereichen wurde Neuland betreten, und der Rest des Jahrhunderts war wenig mehr als eine Abwicklung und Auslotung dieser Möglichkeiten, die manchmal wunderbar und manchmal schrecklich waren.

Gerade wird es wieder schrecklich. Und das muss so sein, damit getreu dem «build back better-Credo» der Globalisten wieder «besser» aufgebaut werden kann.

Dieses «alternativlose Szenario» bestimmt seit den Anfängen des Kapitalismus unsere Gesellschaften. Es funktioniert im Kleinen wie im Grossen.

Die heutige Skepsis gegenüber jeglicher Grundsatzdebatte, eingeleitet durch den Fall der Sowjetunion und vom amerikanischen Politologen Francis Fukuyama als «End of History» beschrieben, hat dazu geführt, dass wir unsere eigene Ideologie, den Kapitalismus, nicht mehr hinterfragen.

Doch ohne Utopien, ohne Vorstellungen davon, wie es besser gehen könnte, kommt keine Gesellschaft aus. Daher bietet unser Zustand des Taumelns – so wir ihn zulassen – tatsächlich die Chance einer Besinnung.

In diesem Sinne übersende ich Ihnen, hier als PDF, die Vorschläge der Bürgerbewegung Bundesverfassung für einen neuen deutschen Gesellschaftsvertrag.

Diese «Projekt-Bewegung» erhebt - im Gegensatz zu vielen Politikern - keinen Anspruch darauf, es «besser» zu wissen oder zu wissen, was Bürger wollen oder brauchen. Folgende Grundgedanken haben das Langzeitprojekt begleitet:

  • Staatsstrukturen, in welchen wir Bürger etwas zu sagen haben und mitbestimmen können.
  • Deutschland als eine friedliche Nation.
  • Eine gerechtere Besteuerung.
  • Einwanderer müssen sich die volle Teilhabe durch Anpassungsleistungen «verdienen».
  • Nicht mehr für unsere eigene Vergiftung bezahlen.
  • Weg vom ständigen «Flicken» am Rentensystem hin zu einem «Neubau», der auch mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter finanzierbar bleibt.
  • Mehr Miteinander im Bereich des Staates und der Staatsunternehmen.
  • Macht im Staat auf mehr Köpfe verteilen.
  • Erlebbare Konsequenzen für all jene, welche die Macht, die wir ihnen als Bürger übertragen, nicht in unserem Sinne nutzen.

Falls Ihnen die Idee einer neuen Bundesverfassung für Deutschland zusagt und sie das Projekt mittragen möchten, schreiben sie an bundesverfassung@gmx.de .

Herzlich,
Ole Skambraks

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