10. März 2022 - Lena Kuder

Blick hinter den Vorhang

Liebe Leserinnen und Leser, die Welt ist in ihren Festen erschüttert. Seit zwei Wochen befassen wir uns intensiv mit Nachrichten zum Ukraine-Konflikt, überprüfen sie auf Wahrheitsgehalt und Glaubwürdigkeit, sortieren Propaganda und Fake-News aus.

Ich durchforste ständig alternative Quellen, um mir ein Bild von diesem Konflikt zu machen. Eine wertvolle Basis für eine Einschätzung bietet etwa der Autor Ted Galen Carpenter. Er erzählt die Vorgeschichte des Konflikts, indem er die Aussagen verschiedener US-Diplomaten zusammenträgt.

Auch der Artikel von Kit Knightly ist sehr aufschlussreich, denn er erhellt, dass die Bestürzung über den Ukraine-Krieg unter anderem deshalb so gross ist, weil weisse Menschen davon betroffen sind.

Ich finde es bemerkenswert, dass die Berichterstattung der Leitmedien eher darauf abzielt, die Propagandamaschinerie in Gang zu halten. Und schon wird wieder gespalten: Nun haben wir nicht nur eine Spaltung zwischen Schwurblern und Corona-Kritikern, sondern auch noch zwischen Putin-Kritikern und Putin-Verstehern.

Dabei erscheint es mir viel wichtiger, auch die Nebenschauplätze zu beleuchten. Während alle Welt auf den Ukraine-Konflikt blickt, verhandelt etwa die WHO munter über ein globales Gesundheitsmanagement. Gerade einmal 50 Personen demonstrierten in Genf gegen das Abkommen. Gaspipeline-Projekte sind plötzlich wieder en vogue und verlagern den Fokus erneut auf fossile Brennstoffe.

Nur spärlich berichten die Medien darüber, dass der Preis für Weizen in nur knapp zwei Wochen von rund 275 Euro auf über 420 Euro pro Tonne angestiegen ist. Mit jedem Höchststand wächst die Angst vor einer globalen Hungerkrise – und mit ihr auch die Sorge um die politische Stabilität in Afrika und dem Nahen Osten. Kurz zur Erinnerung: 2010 führten die hohen Weltmarktpreise für Lebensmittel im Nahen Osten zum Arabischen Frühling.

Krieg offenbart immer die hässliche Fratze des Menschen. Abgründe tun sich auf, die manch einen verleiten mögen, zum Menschenhasser zu werden. Darum finde ich es besonders in der heutigen Zeit wichtig, das Humane zu proklamieren. Ein positives Zeichen setzt der Kongress Gemeinsam Frei Vernetzt, der Menschenfreunde zusammenbringt. Dort stellen über 40 Menschen Lösungen vor, die dem Allgemeinwohl und dem Wiederaufbau von Lebensräumen dienen.

Wir sollten uns ein Beispiel an diesem positiven Impetus nehmen und unser Leben nicht auf Spaltung, Zerstörung und Hass aufbauen, sondern auf Vereinigung, Respekt gegenüber der Natur und Liebe. Helfen Sie uns mit einer Spende dabei, positive Zeichen zu setzen, und hören wir nie auf, an das Gute im Menschen zu glauben.

Herzlich,

Lena Kuder

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