29. Mai 2022 - Wiltrud Schwetje

Adliger Klimaschutz

Als ich neulich frühmorgens in das geistesgestörte Weltgeschehen eintauchte, stolperte ich direkt über eine Nachricht, die mich fast dazu bewegt hätte, mich direkt wieder hinzulegen. Titel: «Britisches Startup bringt Masken für Kühe raus.»

Wollte ich etwas darüber wissen? Nicht wirklich! Zudem klang das wie eine Fake News oder ein verspäteter Aprilscherz. Weil aber Absurditäten im Corona-Zeitalter das «Neue Normal» sind, warf ich einen kurzen Blick auf den Artikel.

So erfuhr ich von Agrarheute, dass das britische Startup ZELP (Zero Emissions Livestock Project) Masken für Kühe entwickelt hat. In diesem Fall allerdings nicht, um sie vor Covid-19 oder anderen vermeintlichen Lebensbedrohungen zu schützen, sondern um das Methan zu filtern, das sie ausstossen.

Gleich folgte die Beschreibung der Erfindung: Die 100 Gramm schwere Gummimaske hat einen solarbetriebenen Ventilator, die Ausatmungen der Tiere werden in eine kleine Kammer geleitet, wo mithilfe chemischer Prozesse Methan in Kohlenstoffdioxid gewandelt wird.

Die Prototypen seien bereits in der Lage, rund 30 Prozent des Methans der Wiederkäuer zu filtern, zukünftig solle dieser Wert auf rund 60 Prozent erhöht werden, liess das Onlineportal wissen.

Die Krönung dieser Tierquälerei: ZELP wurde für die Erfindung mit dem «Climate Design Award» ausgezeichnet. Und wer hat diesen fantastischen Klimaschutzpreis ins Leben gerufen? Niemand Geringerer als Prinz Charles. Tatkräftige Unterstützung erhält er von Sir Jony Ive, der lange Chefdesigner bei Apple war.

Wohl als Beweis für die Echtheit der irren Meldung fügte Agrarheute ein Video vom britischen Thronfolger ein, das ihn bei der Preisverleihung zeigt. Kurzum: Der gute Charles findet die Gesichtsmasken für Kühe super, weil sie das Klima schützen.

Aber warum nur konnte sich der Thronfolger bei seiner Rede das Grinsen kaum verkneifen? Wahrscheinlich freute er sich schon auf den abendlichen Gin-Tonic mit Camilla, bei dem er sich über die Blödheit der Leute, die auch diesen Mist schlucken, vor Lachen ausschütten würde. Etwas, was er mit Sicherheit schon zu Beginn des Virusalarms getan hat.

Dem Thronfolger möchte ich hiermit eine Einladung nach Andalusien aussprechen. Gerne würde ich ihn mit an den herrlichen Strand von Bolonia nehmen, wo – ausserhalb der Tourismussaison – ein Haufen toller und freiheitsliebender Kühe den ganzen lieben langen Tag faul am Ufer rumliegt, die Natur geniesst und ungestört atmet.

Ich bin mir sicher, die könnten ihm die passende Antwort auf seinen fabelhaften «Climate Design Award» und die Qualität der Masken-Erfindung geben. Vor meinem geistigen Auge sehe ich gerade, wie ein richtig schöner, fetter Kuhfladen mit Schwung auf des Prinzen adlige Füsse fällt – uiii, Pech gehabt. Möchte Sir Ive auch mitkommen?

Da fällt mir ein: Auf meine Einladungsliste könnte ich eigentlich auch noch Bill Gates setzen, der sich gerade in Madrid mit unserem Ministerpräsidenten Pedro Sánchez ausführlich über Gesundheitsthemen und Klimaschutz ausgetauscht hat. Wie immer mit süffisantem Lächeln im Gesicht. Diese Meldung hat mich letzte Woche ebenso begeistert wie die über die Kuhmasken.

Würde Charles dann noch seinen Bruder Edward mitbringen, könnte das ein nettes «Familientreffen» werden. Denn womöglich haben sich Bill und Edward schon im legendären «Lolita Express» von Jeffrey Epstein kennengelernt.

Bill Gates reiste auf jeden Fall mindestens sechsmal im Privatflugzeug des Pädophilen und verurteilten Sexualstraftäters, das belegen von der Justiz beschlagnahmte Flugunterlagen. Ein Umstand, den der Philanthrop lange lieber verheimlichen wollte. Und der arme Edward hat es ja auch nicht leicht, sich aus der schmierigen Affäre zu ziehen.

Naja, kämen die alle, müssten wir eine Menge prachtvolle und kräftige Kühe zum Einsatz bringen, aber die haben wir in Andalusien, kein Problem! Auf jeden Fall kann einem manchmal ganz schön schlecht werden, wenn man sich mit der sogenannten «Elite» beschäftigt, die uns seit März 2020 drangsaliert …


Maskenfreie Kühe in Bolonia im harmonischen Einklang mit der Natur.

Herzlich

Wiltrud Schwetje

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